Dramatisches Halbfinale endet mit bitterem Aus für die Wölfe

1. Herren unterliegen in Witzhelden mit 30:32 (16:15)

Letztes Spiel und Saisonrückblick

Die Hildener Wölfe haben den Einzug ins Finale der Regionsoberliga Pokal-Playoffs knapp verpasst. In einer intensiven und emotional geführten Partie unterlagen sie beim TV Witzhelden mit 30:32 (16:15) und müssen damit den Traum vom Aufstieg vorerst begraben.

Dabei war alles angerichtet für einen besonderen Handballabend im Bergischen: Eine stimmungsvolle und gut gefüllte Halle sorgte für eine tolle Atmosphäre. Viele heimische Fans unterstützten ihr Team lautstark, doch auch die Wölfe konnten sich auf starken Rückhalt verlassen – zahlreiche Anhänger waren mitgereist und machten das Spiel auch auf den Rängen zu einem echten Halbfinale.

Die Gäste aus Hilden erwischten den besseren Start und gingen früh in Führung. Witzhelden antwortete jedoch prompt und drehte die Partie zwischenzeitlich auf 6:4. Eine frühe Auszeit brachte die Wölfe wieder in die Spur, der Ausgleich zum 6:6 war die Folge. In der ersten Halbzeit entwickelte sich anschließend ein offener Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.

Für Aufsehen sorgte eine Szene Mitte der ersten Hälfte: Nach einer strittigen Situation entschieden die Unparteiischen auf Rote Karte gegen die Wölfe sowie Siebenmeter für Witzhelden – der Strafwurf wurde jedoch vergeben. Besonders schwer wog die Disqualifikation, da sie den etatmäßigen Stammschützen der Wölfe vom Siebenmeterpunkt traf.

Unbeeindruckt davon blieben die Gäste im Spiel, zeigten Moral und konnten in der 25. Minute wieder in Führung gehen. Witzhelden leistete sich in dieser Phase mehrere technische Fehler, was die Wölfe konsequent nutzten – sogar in Unterzahl gelang es, den Vorsprung auszubauen. Mit dem Halbzeitpfiff verkürzten die Gastgeber per Siebenmeter auf 15:16.

Nach dem Seitenwechsel drehte Witzhelden die Partie und lag nach 36 Minuten mit 19:17 in Front.   Es entwickelte sich erneut ein intensives Duell auf Augenhöhe. Die Gastgeber setzten sich mehrfach leicht ab, doch die Wölfe blieben dran, verpassten es jedoch mehrfach, ihre Chancen zum Ausgleich zu nutzen.

Eine entscheidende Phase folgte Mitte der zweiten Hälfte: Nach zwei Zeitstrafen gegen Witzhelden bot sich den Gästen die große Gelegenheit zur Wende. Doch ein Siebenmeter sowie der Nachwurf fanden nicht den Weg ins Tor. Dennoch gelang den Wölfen wenig später die erneute Führung zum 25:24.

In der Schlussphase schlichen sich jedoch vermehrt Fehler ins Spiel der Hildener ein. Technische Fehler, Zeitstrafen und weitere vergebene Strafwürfe ermöglichten es Witzhelden, sich auf 30:26 abzusetzen. Die Wölfe gaben sich jedoch nicht auf, kämpften sich in einer starken Schlussphase noch einmal heran und verkürzten 36 Sekunden vor dem Ende auf 30:31.

Die anschließende offensive Deckung brachte jedoch nicht den erhofften Ballgewinn. Stattdessen sicherte sich Witzhelden kurz vor Schluss einen weiteren Siebenmeter, der zum 32:30-Endstand verwandelt wurde.

Trotz der Enttäuschung über das verpasste Finale bleibt eine starke Saisonleistung der Wölfe. Mit großem Einsatz, Teamgeist und insgesamt 13 Saisonsiegen sowie dem Einzug ins Halbfinale haben sie ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Die Mannschaft wurde nach Abpfiff von ihren Fans mit langanhaltendem Applaus verabschiedet.

Nach einer kurzen Pause gilt der Blick bereits der kommenden Spielzeit – mit dem klaren Ziel, erneut anzugreifen.

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